Gut Tiefenbrunn liegt nördlich von Unering. Von der Hochstadter Straße zweigt man rechts ab zu der kleinen Siedlung, die auf einer langgezogenen Anhöhe liegt, einer typischen glazialen Moräne aus der letzten Eiszeit. Dieser Höhenzug gibt einen malerischen Blick frei. Im Süden ragt die Alpenkette mit der dominierenden Zugspitze empor, gegen Osten schweift der Blick über das Tal zu sanft gewellten, bewaldeten Anhöhen, dazwischen liegt die Tiefenbrunner Rinne, die sich bis Oberpfaffenhofen erstreckt. Die Senke ist ein beliebtes Revier für Rote Milane und Bussarde und die Wilddichte ist beeindruckend. Die Böden in der eiszeitlichen Rinne sind sehr karg und steinig, deshalb ist die Nutzung der Tiefenbrunner Rinne zur Energieerzeugung durch eine stattliche Freiflächen Photovoltaik-AnlaGut_Tiefenbrunn,_Herrenhaus_I-Bergerge geradezu ideal.

Das Herrenhaus des Guts, ein  zweigeschossiger Steilsatteldachbau, ist denkmalgeschützt. Der Kern stammt aus dem 17. Jahrhundert, der Ausbau mit Treppengiebeln erfolgte um 1905. Teile der Hofmauer mit Torbogen datieren auf das 17. Jahrhundert und auch der Grenzstein im Garten geht auf das 16./17. Jahrhundert zurück.

Doch auch in jüngerer Zeit erlebte das Gut eine wechselvolle Geschichte, davon zeugen Stehlen im angrenzenden Wald. Das Gut ist auch heute noch bewohnt und wird land- und forstwirtschaftlich bewirtschaftet.

Foto: I. Berger